Clauss CIRCON 4260007480120 Manuale utente

Der elektronische Zirkulationscontroller
The electronic circulation controller
Le dispositif de contrôle électronique de circulation
De elektronische circulatiecontroller
01/2008

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Sehr geehrter Kunde,
Sie möchten Ihren eigenen Beitrag zum schonenden Umgang mit Energieressourcen leisten und dabei
auch Ihre laufenden Betriebskosten senken. Hierfür haben Sie sich für CIRCON entschieden – ein Mikro-
controller gesteuertes Spitzengerät mit modernsten Erkennungs- und Steuerungsalgorithmen, das Sie künf-
tig von jeder weiteren Sorge um sinnvolle Betriebszeiten Ihrer Warmwasser-Zirkulationspumpe entbindet.
Alle nur denkbaren Anpassungen an Ihre vorhandene Warmwasser-Anlage und Ihre Verbrauchsgewohn-
heiten nimmt das Gerät nach der Inbetriebnahme automatisch vor. Damit dies richtig funktioniert und Sie
von Anfang an Freude an Ihrem Gerät haben, bitten wir Sie um die genaue Beachtung der nachfolgenden
wenigen, aber sehr wichtigen Hinweise für die Installation und den Betrieb.
Sofern Sie sich für weitere Details und aktuelle Informationen interessieren, empfehlen wir Ihnen zusätz-
lich unsere Homepage http://circon.dr-clauss.de .
Funktionsbeschreibung
Jedes Warmwasser-Zirkulationssystem bildet einen Kreislauf vom Boiler über die Steigleitung zu den
Zapfstellen („Wasserhähne“, Mischbatterien) und über die Zirkulationsleitungen von den Zapfstellen zu-
rück zum Boiler. Eine Zirkulations- oder Umwälzpumpe hält das Wasser in diesem Kreislauf in Bewegung
und verhindert so dessen Abkühlen. So steht an allen Zapfstellen jederzeit warmes Wasser zur Verfügung.
Diesen angenehmen Komfort „erkauft“ man sich mit ständiger Wärmeabgabe an die Umwelt und mit der
Elektroenergie für die pausenlos arbeitende Zirkulationspumpe, obwohl nur gelegentlich am Tage warmes
Wasser gebraucht wird.
CIRCON schaltet Ihre Zirkulationspumpe nur noch bei Bedarf in zwei sich überlagernden Betriebsarten
ein:
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Deutsch

1) Zufällige Anforderung, d. h. nach kurzzeitigem Öffnen irgend eines Warmwasser-Ventils im Haus:
Trotz inzwischen wieder geschlossenen Ventils steht nach kurzer Zeit warmes Wasser bereit. Je nach
Rohrinstallation und Förderleistung der Pumpe kann die unvermeidliche Wartezeit mehrere Minuten
betragen.
2) Vorausschauende Zirkulation: Werden regelmäßige tägliche Verbrauchsgewohnheiten erkannt, so
startet CIRCON vorausschauend, so dass keine unnötigen Wartezeiten mehr auftreten. CIRCON
„lernt“ also ständig mit und gleicht die vorausschauenden Laufzeiten ständig mit tatsächlichen Zapf-
zeiten ab. Entfallen bestimmte Gewohnheiten, so werden diese selbstverständlich auch wieder ver-
lernt.
Um Zapfvorgänge im Haus sicher erfassen zu können, werden kleinste Temperaturänderungen an der
Steigleitung ausgewertet, wofür dort ein Temperaturfühler sorgfältig angebracht werden muss.
Damit die Laufzeit der Pumpe auf ein Minimum zur ausreichenden Versorgung aller Zapfstellen be-
schränkt werden kann, wird die Zirkulationsleitung mit einem weiteren Temperaturfühler überwacht.
Mit Hilfe eines seitlich am Gerät befindlichen Einstellschlitzes (Fig. 1, Pos. 3) für Schraubendreher haben
Sie die Möglichkeit, den Kompromiss zwischen höchstem Spareffekt und bestem Komfort selbst zu
bestimmen: In Mittelstellung (Lieferzustand, s. Richtungspfeil) sind beide im ausgewogenen Verhältnis.
Je mehr nach rechts verstellt wird (roter Bereich, Pos. 3b), desto mehr überwiegt der Komfort, das heißt,
auch seltener beobachtete Gewohnheiten werden schneller gelernt und bleiben länger ohne Auffrischung
gültig. Dies führt auch dazu, dass sich für Tageszeiten mit gelegentlichen, zeitlich verteilten, Warmwasser-
Anforderungen – etwa während täglicher Hauswirtschafts-Zeiten – ein verteiltes, scheinbar zufälliges Ein-
und Ausschalten der Pumpe ergibt, so dass eine mittlere Temperatur gehalten wird. Bei Verstellung nach
links (blauer Bereich, Pos. 3a) überwiegt zunehmend der Spareffekt, d. h. es werden nur regelmäßig
wiederkehrende, stärker zeitgebundene, Gewohnheiten gelernt. Weichen die Gewohnheiten an Wochen-
enden deutlich ab, so wird dies vom Gerät automatisch erkannt. In diesen Zeiten werden dann falsch
vorhergesehene Pumpenläufe verhindert. Bei längerer Abwesenheit, z.B. Urlaub, werden spätestens nach
18 Stunden alle vorausschauenden Pumpenläufe so lange unterbunden, bis wieder eine Warmwasser-
entnahme stattfindet. Sofort ist dann der gelernte Gewohnheiten-Rhythmus wieder aktiv.
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Eine integrierte Desinfektions-Synchronisation sorgt für regelmäßige Spülung des Rohrsystems bei
maximalen Boiler-Temperaturen und vermeidet dadurch die Vermehrung von Legionellen und anderen
Mikroorganismen. Eine mehrfarbige LED-Anzeige (Fig. 1, Pos. 2) gibt Aufschluss über den
Betriebszustand des Geräts und eventuelle Fehlerdiagnosen:
Zustand Blinksequenz Farben (-Folge)
Pumpe aus:
Bereit
Kreislauf erwärmt,
vorläufig kein Pumpenlauf nötig
Bereit, aber Fehlerdiagnose
'Rückschlagventil defekt'
Anzahl der Blinkimpulse gibt
Laufstatistik an (bei
Abwesenheit: 4s-Periode).
< 5%
< 10%
< 15%
< 20%
> 20%
2s
grün
orange
rot
Schutzabschaltung: Boiler kalt
oder Fehlerdiagnose 'Trockenlauf'
2s
rot
Pumpe an:
Zirkulation nach Anforderung
Zirkulation aus Gewohnheit
Sterilisations-Lauf
Zweifarbige Folge
1s
grün – orange
orange – grün
grün – rot
Sensorfehler (Vorlauf)
2s
rot
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Deutsch

Im Zustand „Bereit“ kann also die durchschnittliche prozentuale Laufzeit der Pumpe für die letzten Tage
bestimmt werden. Dabei haben jüngere Laufzeiten höheres Gewicht als ältere.
Beispiel: 2 Blinkimpulse heißt 5...10 %, also ca. 1,2...2,4 Stunden Laufzeit innerhalb von 24 Stunden.
Lieferumfang
Grundgerät, Temperatursensor mit roter Markierung am Stecker für Vorlauf, Temperatursensor für
Rücklauf, 2 breite Kabelbinder, 6 schmale Kabelbinder, Bedienungsanleitung.
Installation
Achtung ! Vor der Installation Sicherheitshinweise (S. 11-13) beachten !
Auswahl der Temperaturmessstellen
Für eine zuverlässige Funktion des Geräts ist die richtige Wahl des Anbringungsortes der Tempera-
tursensoren und deren sorgfältige Befestigung entscheidend.
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Identifizierung der richtigen Rohrleitungen am Warmwasser-Pufferspeicher:
1) Alle Rohre, die den Warmwasserspeicher (Boiler) direkt mit dem Heizkessel oder dem Heizungs-
kreislauf verbinden, aus der engeren Wahl ausschließen.
2) Typische Eigenschaften des Vorlaufs (Steigleitung, rot markierter Sensor):
- in der Regel mit der Oberseite des Warmwasserspeichers verbunden
- nicht direkt mit der Kaltwasserleitung verbunden
- keine Pumpe vorhanden
- meist ist ein Dreiwege-Mischer, erkennbar als verdicktes T-Stück, installiert
3) Typische Eigenschaften des Rücklaufs (Zirkulationsleitung, blau markierter Sensor):
- kann in den Warmwasserspeicher sowohl seitlich, wie auch von oben eingeleitet sein
- besitzt oft einen kleineren Querschnitt als der Vorlauf
- trägt die Zirkulationspumpe
4) Für endgültige Klarheit:
- bei laufender Zirkulation an in Frage kommenden Rohren Temperatur fühlen
- Zirkulationspumpe für ca. 30 min abschalten; während dieser Zeit kein Warmwasser entnehmen
(Die beiden Rohre der Warmwasserzirkulation kühlen sich nun langsam ab)
- Zirkulationspumpe wieder starten; Erwärmung erfolgt in der Reihenfolge Vorlauf – Rücklauf.
Wahl der Messstelle im Vorlauf:
Näher am Warmwasserspeicher heißt, kleinere Wassermenge zum Auslösen der Zirkulationspumpe, aber
auch größerer Einfluss der Temperaturänderungen des Speichers selbst. Besonders an durchgängigen Kup-
ferrohren sollte genügend Abstand gewahrt werden. Ist ein Mischer vorhanden, so ist der Vorlaufsensor
zwischen diesem und dem Pufferspeicher anzuordnen. Aus praktischen Erfahrungen sind Abstände von
ca. 20 ... 40 cm zum Pufferspeicher zu empfehlen - bei Kupferrohren eher etwas mehr, bei Kunststoffroh-
ren eher etwas weniger.
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Deutsch

Bei verschiedenen Materialien gilt: Metalle vor Kunststoffen und dünn- vor dickwandigen Teilen für die
Anbringung bevorzugen. (Weitere praktische Tips unter http://circon.dr-clauss.de).
Die Messstelle im Rücklauf ist unkritisch, sollte aber möglichst in der Nähe der Zirkulationspumpe sein.
Achtung! Nach Änderung der Anbringungsorte der Sensoren muss CIRCON neu
gestartet werden. (Für einige Sekunden aus der Steckdose ziehen)
Anbringen und Verbinden der Temperatursensoren
Die kissenförmig abgerundete Sensorfläche ist die Kontaktfläche zum Rohr (Fig. 2, Pos. 6). Zur
Befestigung am Rohr dienen die mitgelieferten breiten Kabelbinder, die den Sensor in dessen Mitte
umschlingen und gut festzuzurren sind (Fig. 3). Bei Bedarf können diese Kabelbinder auch geöffnet und
neu verwendet werden. Der blaue Steckverbinder wird vom Kabelbinder nicht erfasst.
Bitte unbedingt beachten:
–Sensoren nur mit den zugehörigen breiten Kabelbindern befestigen! Keine schmaleren
Kabelbinder verwenden!
–Sensoren mit höchster Sorgfalt befestigen. Ein ungenügender Wärmekontakt zum Rohr könnte
sonst die Funktion des Gerätes insgesamt in Frage stellen.
Die Anschlussleitungen werden in Richtung Grundgerät entlang von Rohren oder der Pumpenanschluss-
leitung so verlegt, dass ein Hängenbleiben oder Stolpern von Personen ausgeschlossen ist. Hierzu mitge-
lieferte dünne Kabelbinder nur mäßig festzurren, um Kabel nicht einzuschnüren.
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Inbetriebnahme
Nachdem die Temperaturfühler befestigt und am Gerät angesteckt worden sind (Fig. 1, Pos. 4, 5) wird
CIRCON nun zwischen Netzstecker der Zirkulationspumpe und Wandsteckdose eingefügt.
Wichtig: Nach der Inbetriebnahme dürfen keine weiteren Veränderungen an den
Temperaturfühlern vorgenommen werden – anderenfalls muss dass Gerät
nochmals für einige Sekunden aus der Steckdose entfernt und danach neu gestartet
werden!
Bereits 24 Stunden nach dem Gerätestart erfolgen zu den Verbrauchszeiten des Vortages vorausschauende
Starts der Pumpe. Im Laufe der darauf folgenden Tage werden dann die Gewohnheiten deutlicher von den
zufälligen Anforderungen getrennt. Fällt in diese Zeit gerade ein Wochenende mit anderen Tagesgewohn-
heiten, kann sich die Herausbildung des endgültigen Gewohnheiten-Profils zusätzlich verzögern.
Wir empfehlen, zunächst die Mittelstellung des Einstellschlitzes beizubehalten und erst nach einigen Ta-
gen Betriebszeit und Stabilisierung des Verhaltens bei Bedarf dosiert nachzustellen.
Die automatische Erkennung des Wochen-Rhythmus hängt davon ab, wie deutlich sich Wochen- und Wo-
chenend-Gewohnheiten voneinander unterscheiden und benötigt wenigstens 2 Wochen.
Wartung
Das Gerät ist völlig wartungsfrei. Zur Reinigung bitte ein trockenes Reinigungstuch verwenden.
Die Verwendung von Lösungsmitteln oder scharfkantigen Werkzeugen ist unzulässig.
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Deutsch

Problembehebung
Aus Erfahrung wissen wir: Die meisten Funktionsstörungen werden durch Installationsfehler verursacht
oder werden durch falsche Interpretation der Funktionsweise als solche gedeutet.
So erkennen Sie tatsächliche Fehler:
–LED-Anzeige am Gerät bleibt dunkel oder Dauerlicht – wahrscheinlich Gerätefehler.
–Sensorfehler laut Tabelle wird angezeigt, obwohl Temperaturfühler angeschlossen ist – Unterbrechung
oder Kurzschluss am Vorlauffühler.
Liegt keiner dieser Fehler vor, so ist ein Funktionsfehler des CIRCON sehr unwahrscheinlich. Können
Fehler der Installation, insbesondere der Temperaturfühler, wirklich ausgeschlossen werden, so bieten wir
– bitte in dieser Reihenfolge – folgende Hilfen an:
1) Hinweise zur Fehlersuche auf http://circon.dr-clauss.de . Hier finden Sie Antworten auf alle Fragen,
die uns bisher von Kunden gestellt wurden.
2) Unsere Hotmail [email protected], die von einem erfahrenen Kundendienst-Techniker
bearbeitet wird.
3) Unsere Telefon-Hotline (+49) 3 77 54–5 07 26.
Wir sind ehrlich bemüht, auftretende Probleme zu Ihrer Zufriedenheit zu lösen.
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