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1.3.1 Zutrittskontrolle mit Tür-offen Überwachung.
Eine Zutrittskontrolle mit dem Sicherheitsschloss 819 unterscheidet sich im wesentlichen nicht
von der bisher bekannten Art, wie sie meist mit einem Elektrotüröffner realisiert wurde. Der
Hauptvorteil aus mechanischer Sicht ist, dass die geschlossene Tür durch Schlossfalle und
drei Riegel gesichert ist, während bei bisherigen Lösungen im allgemeinen nur die Schlossfalle
die Tür sicherte. Entsprechend der Ansteuerung der Türöffnerspule wird nunmehr die Koppel-
spule im Schloss angesteuert, die den Außendrücker, solange sie bestromt wird, aufkoppelt.
Die Mehrzahl aller Zutrittskontrollsysteme enthält auch eine Türüberwachungsfunktion in der
Form, dass ein Meldekontakt schließt, wenn eine Tür über einen bestimmten Zeitraum hin-
aus offen bleibt. Zu diesem Zweck wird beim Sicherheitsschloss 819 der Riegelkontakt ein-
gesetzt. Er meldet an die Überwachungselektronik Tür geschlossen und verriegelt. Soll die
Überwachung zusätzlich gegen bewusste Sabotage oder versehentliche Fehlauslösung
gesichert werden, so kann zu diesem Kontakt ein Türkontakt in Reihe geschaltet werden.
1.3.2 Bereichswechselkontrolle.
Mit Hilfe des Außen- und des Innendrückerkontaktes kann unterschieden werden, ob das
Schloss zum Verlassen oder zum Betreten des Raumes betätigt wurde. Dies kann von ent-
sprechend konzipierten Überwachungssystemen ausgewertet werden um zum Beispiel die
Anzahl der in einem Raum befindlichen Personen zu überwachen.
1.3.3 Betrieb mit zusätzlicher Fluchttürsicherung.
Soll die unbefugte Begehung der Tür von der Innenseite verhindert bzw. zwingend mit einer
Alarmauslösung verbunden werden, so lässt sich das effeff Sicherheitsschloss in idealer Weise
mit einer effeff Fluchttürverriegelung verbinden. Die Fluchttürsicherung wird dabei, wie üblich,
als zusätzliche Verriegelung angebracht. Dies hat zur Folge, dass die Tür auch von innen nur
geöffnet werden kann, wenn zuvor die Fluchttürsicherung freigeschaltet wurde.
Die Vorteile:
•der Schlüsselschalter an der Tür kann entfallen. Diese Funktion kann über den Profilzy-
linderkontakt realisiert werden;
•ein zusätzliches Zutrittskontrollsystem kann beide Sicherungssysteme ansteuern. Wird
das Zutrittskontrollsystem benutzt, ist dann keine weitere Betätigung mehr erforderlich.
•von außen doppelte Sicherung der Tür durch die Fluchttürsicherung und durch das Si-
cherheitsschloss
•Die Tür kann von außen einfach mit dem Schlüssel geöffnet werden. Es sind keine weite-
re Geräte erforderlich.
•Bei Stromausfall bleibt die Tür von außen verschlossen. Ausnahme: die Ausführung mit
beidseitig steuerbaren Drücker in Ruhestromfunktion.
Die kombinierte Ansteuerung von Elektro-Sicherheitsschloss und Fluchttürsicherung ist bei
Verwendung von effeff Fluchttürsicherungssystemen problemlos möglich und kann auf un-
terschiedliche Weise realisiert werden.
1.4 Modellbezeichnungen
1.4.1 Modelle nach EN 179
819- . . .
1.4.2 Modelle nach EN 1125:
Erforderlich für Panik-Griffstange Modell 8000:
819E . . .